Das letzte Objekt, das in die Denkmalliste der Stadt Datteln eingetragen wurde, ist die Lukasbrucke. Sie war deshalb auch eines der Ziele der Radtour, die gemeinsam von VHS, Planungsamt der Stadt Datteln, Straßen NRW und Heimatverein am Sonntag, dem Internationalen Denkmaltag, angesteuert wurden. Die unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Dora gestartete und von Rolf Bierwirth, Reiner Spotke, Rosemarie Schloßer und Theo Beckmann geführte Fahrt zeigte den interessierten Teilnehmern der 20 km langen Rundtour die Vielfalt Dattelner Denkmäler auf. Neben dem technischen Brückendenkmal im Dattelner Süden gab es Erläuterungen zu zwei geschützten Kirchenbauten (Alte Kirche Horneburg, St. Dominikus Meckinghoven) und zu einem schutzwürdigen Bodendenkmal an der Stadtgrenze zu Rapen (die Fundamente des alten Adelssitzes Haus Gutacker). Den Abschluss fand die Fahrt im alten Hebewerk Henrichenburg mit einem Besuch des 1909 gebauten Museumsschiffs „Willi“, das während des Denkmaltages dort ankerte.

Dattelner Heimatfreunde sind beeindruckt von der Neugestaltung des weiträumigen Zechengeländes Schlägel & Eisen 3/4/7 in Herten-Langenbochum

Trotz des bescheidenen Wetters machte sich am Sonntag eine Gruppe von Heimatfreunden auf ihren Rädern in regenfester Kleidung auf den Weg in Richtung Herten. In Westerholt erkundeten sie die alte Freiheit, ein malerisch anschauendes Ensemble aus etwa 60 gut erhaltenen Fachwerkhäusern im Schatten des mächtigen Schlossgebäudes. In Langenbochum trafen die Teilnehmer der Fahrt auf das Gelände der ehemaligen Schachtanlage Schlägel und Eisen, das jüngst saniert und neu entwickelt und erschlossen wurde. Beim Blick von der Ausssichtsplattform (Foto) konnte ihnen das etwa 19 ha große Areal einen guten Eindruck davon vermitteln, wie es den Machern gelungen ist, ein neues Gewerbegebiet mit Modellcharakter entstehen zu lassen. Bei der Sanierung der Industriebrache haben sie darauf geachtet, eine ausgewogene Mischung zwischen der Nutzung bestehender Werksgebäude, der Schaffung von vermarktbaren Gewerbeflächen und von Angeboten für Freizeit- und Grünflächen herzustellen. Einen besonders guten Eindruck hinterließ die in diesem Jahr endlich fertiggestellte Radwegverbindung zwischen Westerholt und Recklinghausen: auf der alten Zechenbahntrasse ging es in freier Fahrt zurück Richtung Heimat.

Theodor Beckmann (li.) vom Dattelner Heimatverein und Schwester Josefa (Mi.) von St. Dominikus konnten diese Woche eine kleine Besuchergruppe aus Erkelenz in der Meckinghovener Kirche begrüßen. Der Vorsitzende des Erkelenzer Heimatvereins Günther Merkens (re.) und seine Begleiter bereiten gerade eine Ausstellung zu den Werken des Erkelenzer Bildschnitzers Peter Tillmanns vor, der auch den Hochaltar, die Kreuzwegstationen und zahlreiche der Heiligenfiguren in St. Dominikus geschaffen hat. Der in Erkelenz wohnende Fotograf Tran Viet Son hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine umfangreiche Dokumentation der Kunstwerke Tillmanns zu erstellen; dazu gehören auch die Meckinghovener Schätze. Die Ausstellung wird am 18. März 2017 in Erkelenz eröffnet.

Zum Ende der Sommerferien lädt der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein in Kooperation mit der VHS am 21. August 2016 seine Mitglieder und Gäste zu einer Radtour nach Herten-Westerholt ein. Los geht es um 10.30 Uhr am Dattelner Neumarkt zunächst in Richtung Oer-Erkenschwick und zu einer ersten Rast in der Hertener Ried. Nach einem längeren Aufenthalt im historischen Ortskern der früheren Freiheit Westerholt steht die „Allee des Wandels“, die ehemalige Zechenbahntrasse zwischen den Bergwerken Westerholt, Langenbochum, Scherlebeck und Recklinghausen, im Zentrum des Interesses. Die Gesamtstrecke ist erst in diesem Jahr eingeweiht worden und steht mit guten Erfolgsaussichten im Finale des EU-Wettbewerbs RegioStars 2016. (Die „Allee des Wandels“ ist in der Kategorie „CityStar – Innovative Lösungen für nachhaltige Stadtentwicklung“ nominiert.) Weitere Informationen zu dieser Rundtour (ca 50 km) sind beim Vereinsvorsitzenden Theodor Beckmann (Tel. 02363-65852) erhältlich. Eine förmliche Anmeldung ist nicht erforderlich.

Über 20.000 Spindeln drehten sich einst in der Spinnerei Herding in Bocholt. Heute ist der imposante Backsteinbau mit seinen vier Geschossen ein Forum für Textilkultur. In dem behutsam restaurierten Industriedenkmal werden Geschichte und Gegenwart des Textilen lebendig. Sonderausstellungen geben Einblicke in historische und moderne Technik, zeigen Modedesign und internationale Textilkunst.

Im Rahmen einer fachkundigen Führung möchte der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein seinen Mitgliedern und Gästen am Samstag, 2. Juli 2016 das Textilmuseum in Bocholt zeigen, ehe es weitergeht zur benachbarten Burg Anholt. Burg Anholt, eines der größten Wasserschlösser Westfalens, ist seit 1811 Hauptsitz der Fürstenfamile zu Salm-Salm. Um 1700 erfolgte der Ausbau zu einer repräsentativen Barockresidenz. Das Ensemble wird von einer weiträumigen Parkanlage umgeben.

In Kooperation mit der VHS Datteln geht es los um 9 Uhr ab Datteln Neumarkt, 9.15 Uhr ab Schloss Horneburg. Gebühr 35 Euro/Person. Anmeldungen bei der VHS Datteln 02363/107-425 oder beim Vereinsvorsitzenden Theodor Beckmann 02363/65852.