Die Mitglieder des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln statteten dem Gasometer in Oberhausen einen Besuch ab. Im 100 m hohen Turm ließen sie sich packen von den ergreifenden Bildern und emotional bewegenden Naturfilmszenen der dortigen Ausstellung „Der Berg ruft“ - sie erzählen eindrucksvoll von der Faszination, die die Welt der Berge für uns Menschen hat. Schnell wird klar, warum die Berge diese magische Anziehungskraft auf so viele Menschen ausüben - es sind Sehnsuchtsorte, weil wir glauben, wir können da oben weiter sehen und freier atmen. Schon die tollen Fotos lassen erkennen, wie man in luftiger Höhe aus dem Alltag der Städte entfliehen und sich überwältigen lassen kann von der Schönheit und Größe der Gipfel. Die Ausstellung erinnert aber auch an die Dramatik der legendären Erstbesteigungen der gefährlichsten Berge der Erde – an ihre Triumphe und Tragödien.

Das zentrale Schaustück der Ausstellung im 100 m hohen Luftraum des Gasometers ist eine multimediale Skulptur des Matterhorns, die von der Decke des Turmes mit der Spitze nach unten hängt. Auf diese monumentale Skulptur werden bewegte dreidimensionale Bilder projiziert, die das Matterhorn im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten zeigen und auf der man die Route verfolgen kann, auf der der Berg 1865 das erste Mal bestiegen wurde.

Genauso eindrucksvoll wie die Ausstellung selbst war aber auch der Blick von der Aussichtsplattform auf dem Dach des Gasometers auf das Ruhrgebiet. Günstige Wetterverhältnisse erlaubten den Teilnehmern der Fahrt einen guten Rundumblick nicht nur auf das benachbarte Einkaufszentrum Centro Oberhausen, sondern auch über die Nachbarstädte Duisburg, Bottrop, Essen und Gelsenkirchen.

am 27. Oktober 2018, 13 Uhr ab Datteln Neumarkt, 13:15 ab Horneburg, Alte Kirche

Der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein und die Volkshochschule Datteln besuchen Ende Oktober die Ausstellung „Der Berg ruft“. Diese Ausstellung im Gasometer Oberhausen, erzählt von der Faszination der Berge auf uns Menschen. Sie macht den ewigen Kreislauf des Gesteins nachvollziehbar und zeigt in einzigartigen Filmausschnitten und Fotos, wie in Jahrmillionen in den gewaltigen Gebirgsmassiven der Erde einzigartige Lebenswelten mit ihrer ihnen eigenen Tier- und Pflanzenwelt entstanden sind.

Die Ausstellung lässt ihre Besucher teilhaben an den legendären Erstbesteigungen der berühmtesten Gipfel der Erde, berichtet von großartigen Triumphen und dramatischen Niederlagen. Und sie erzählt von der Jahrtausende alten Ehrerbietung, mit der Menschen den Bergen begegnen: Sie waren Orte religiöser Verehrung, der Zuflucht und Besinnung in Abgeschiedenheit, voller Mythen und Geheimnisse.

Los geht es am 27. Oktober 2018 um 13 Uhr am Neumarkt Datteln, 13:15 an der Alten Kirche in Horneburg. Die Rückfahrt ist für 18:00 Uhr vorgesehen. Der Unkostenbeitrag beträgt 25 Euro. Kurzfristige Anmeldungen zur Fahrt sind noch möglich beim Vereinsvorsitzenden Theodor Beckmann, Tel. 02363-65852 (ab 21.10.).

Die Mitglieder des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln haben am vergangenen Wochenende die Früchte des Sommers in die Josefkirche gebracht und auf den Stufen vor dem Altar niedergelegt: Brot und Wein, heimisches Obst und prächtiges Gemüse - und natürlich Blumen, die vom Pfarrer gesegnet wurden. Pfarrer Hugo Bresser dankte Gott für die reichhaltige Ernte und für die Jahrzehnte, die wir hier in Datteln in Frieden und Freiheit leben durften.

Im Anschluss an die hl. Messe trafen sich die Heimatfreunde im benachbarten Gemeindezentrum; dort sprach Ehrenvorsitzende Gertrud Ritter das Dankgebet in plattdeutscher Sprache. In der Reihe „Comenius liest ...“ trugen drei Schülerinnen des Gymnasiums heitere und ernsthafte Herbstgedichte von bekannten und unbekannten Autoren vor, u.a. Verse von Christian Morgenstern, Rainer Maria Rilke, Ernst Jandl und Theodor Fontane. Dazu wurden Brot und Käse, Getränke und Äpfel aus heimischem Anbau gereicht.



St. Josefkirche Datteln-Hagem, 6. Oktober 2018, 17 Uhr

Traditionell danken die Heimatfreunde der Kanalstadt im Oktober an wechselnden Örtlichkeiten für die Gaben aus göttlicher Hand und menschlicher Schaffenskraft. In diesem Jahr lädt der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein am 6. Oktober um 17 Uhr ein in die Josefkirche zu einem Erntedankgottesdienst. Im Anschluss an die Messe versammeln sich die Vereinsmitglieder im dortigen Gemeindezentrum zu „’n Stücksken Brod und Kees auf dem Teller, ’n paar Äppelkes aus heimischen Gärten auf den herbstlich dekorierten Tischen und ’ne Muul vull Vertällkes, Gedichtkes und Liedkes“. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums werden im Rahmen der Reihe „Comenius liest …“ hochdeutsche Texte passend zur Jahreszeit vortragen. Gäste sind herzlich willkommen.

Radtour zu Dattelner Baudenkmälern lockt 55 Teilnehmer

Es war eine bunte Truppe, die sich da am vergangenen Sonntag, dem internationalen Tag des Denkmals, am Dattelner Dorfschultenhof versammelt hatte und von Frau Schloßer begrüßt werden konnte: jung und alt, erfahrene Radfahrer und auch weniger geübte Gäste. Niemand wurde zurückgelassen: gemütlich zog die Kolonne ihre Runde durch Natrop, Ahsen, Bockum, Redde und Klostern; das kulturelle Angebot war abwechslungsreich; und es war auch genügend Zeit für unterhaltsame Gespräche und eine Erfrischung zwischendurch eingeplant.

Immerhin 12 Baudenkmäler von den 48 denkmalgeschützten Objekten in der Stadt hat die Gruppe im Dattelner Norden angesteuert. Zu bestaunen gab es große und kleine Baudenkmäler, einen Adelssitz mit richtiger Gräfte und stilvoll renovierter Wassermühle: Haus Vogelsang, in Ahsen eine Dorfkirche und eine Pastorat aus der Zeit des Spätbarocks, an denen der berühmte Münsteraner Architekt Johann Conrad Schlaun seine Spuren hinterlassen hat, aber auch vier Grabmäler auf dem alten Ahsener Friedhof oder eine fast 125 Jahre alte Wegekapelle in Natrop, die 1894 vom Erbauer errichtet wurde aus Dank für die Heilung von der damals oft tödlichen Krankheit Typhus. Zudem gaben die beiden Leiter der Tour, Rolf Bierwirth, zuständig bei der Stadt Datteln für Denkmalpflege, und Theodor Beckmann, der Vorsitzende des Dattelner Heimatvereins, viele überraschende Blicke frei auf zahlreiche Kleinode am Wegesrand, an denen die meisten zuvor achtlos vorbei gefahren waren: z.B. der kleine jüdische Friedhof in Ahsen, die Antonius-Statue in der Hauswand der alten Bockumer Schule, die seit 1984 leere Nische des Heiligenhäuschens beim Hof Bresser in Redde oder die Stele die seit gut drei Jahren die Einfahrt zur Gärtnerei Hötting in Drieven markiert. Zufriedene Gesichter gaben dem Team die Zuversicht, es auch im nächsten Jahr am Tag des Denkmals erneut zu versuchen und spannende und interessante Geschichten zu erzählen.