Aktuelles

  • Neujahrshörnchen und Höhepunkte

    Von Fabian Hollenhorst, Dattelner Morgenpost, 10. Januar 2019

    DATTELN. Der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln blickt ein letztes Mal auf das vergangene Jahr zurück und widmet sich dann dem Programm für ein ereignisreiches 2019.

    Zahlreiche Hände musste der Vorsitzende Theodor Beckmann beim jährlichen Neujahrsempfang des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins schütteln. Lang waren die ruhigen und besinnlichen Tage, in gemütlicher Runde im Dachsaal des Dorfschultenhofes sollte aber auf ein ereignisreiches neues Jahr aufmerksam gemacht werden. Ganz ohne einen Rückblick ginge dies aber nicht.

    „Die Details spare ich mir aber für die Jahreshauptversammlung im März auf“, sagte Beckmann und wollte den Empfang im Dachsaal in den Vordergrund stellen. Ein Höhepunkt sind traditionell die selbst gebackenen Neujahrshörnchen, die schon bei der Ankunft der Gäste mit großer Vorfreude auf den Tischen begutachtet wurden. Martina Beckmann und Adelheid Luchini haben die Leckerbissen gemeinsam hergestellt. Dafür gab es neben dem großen Dank der Anwesenden auch Blumensträuße geschenkt.

    Nach der Begrüßung der Ehrengäste – Beckmann hatte Bürgermeister André Dora, die Fraktionsvorsitze, die Kirchen sowie auch die Initiative Datteln geladen – folgten die Veranstaltungshöhepunkte: Am 25. Mai geht es an die Höttingstraße, um das 125-jährige Bestehen der Wegekapelle zu feiern. Dieses Ereignis nahm Beckmann zum Anlass, der Wegekapelle in Natrop gleich mehrere Seiten, gespickt mit historischen Aufnahmen, im Vestischen Kalender 2019 zu widmen. Insgesamt befinden sich dort vier Dattelner Geschichten, empfiehlt der Vorsitzende einen Blick hinein. Bei einer Fahrt nach Wesel werden die Stadtgrenzen dann am 1. Juni zum Tagesausflug verlassen. Im zweiten Teil der Veranstaltung stellt dann Dr. Carlheinz Münninghoff seinen neuen Apotheken-Kalender vor, den er seit 1992 auflegt und darin einen Blick auf die Stadtgeschichte wirft.

    Der Vorsitzende des Heimatvereins Theodor Beckmann und Bürgermeister André Dora reichen den zahlreichen Gästen des Neujahrsempfangs die selbstgemachten Neujahrshörnchen. Foto: Andreas Kalthoff

  • Einladung zum Neujahrsempfang am 9. Januar 2019

    Der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln 1922 e.V. wünscht all seinen Mitgliedern und Freunden ein erfolgreiches neues Jahr 2019.

    Der Vorstand bedankt sich für die gute Zusammenarbeit, die rege Unterstützung und die aktive Teilnahme bei einzelnen Vereinsaktivitäten.

    Am 9. Januar 2019 veranstaltet der Verein um 15.00 Uhr seinen traditionellen Neujahrsempfang im Dachsaal des Dorfschultenhofes. In einem ersten Teil soll noch einmal an die zahlreichen Aktivitäten erinnert werden, die der Verein im vergangenen Jahr gestaltet hat, und ein Ausblick auf das bevorstehende Vereinsjahr gegeben werden. In einem zweiten Teil wird Dr. Münninghoff seinen neuen Historischen Kalender 2018 vorstellen und an die Anwesenden verteilen.

    Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Mitglieder und Freunde des Vereins an diesem Nachnmittag bei uns vorbeischauen und mit uns zusammen Kaffee und Neujahrshörnchen genießen.

  • Im Schatten der St.-Georgs-Kirche

    Hell leuchtende Lichtergirlanden, eine bunt glitzernde Eisbahn, würziger Glühweinduft und weihnachtliche Klänge: in diesem Jahr fingen die Mitglieder des Dattelner Heimatvereins diese vorweihnachtliche Stimmung in Bocholt ein. Der Heimatverein steuert immer mal wieder bewusst die kleineren, beschaulichen Weihnachtsmärkte an, die ohne allzu große Hektik und ohne allzu viel Trubel ihre Besucher erfreuen. Alles Wissenswerte über die Sradt, über das prunkvolle Historische Rathaus aus der Renaissance-Zeit und die noch ältere wuchtige spätgotische Pfarrkirche St. Georg aus dem 15. Jahrhundert erfuhren die Dattelner von der kenntnisreichen Stadtführerin Elisabeth Schult. Nach einer gemütlichen Einkehr im Café Sahne am Ufer der Bocholter Aa blieb noch reichlich Gelegenheit, um gemütlich durch die bunt schimmernden Straßen der Innenstadt und an den kleinen Hütten des Weihnachtsmarktes entlang zu schlendern.

  • Jahresprogramm 2019

    • 19.12.2018 (Mi.) Adventliche Besinnung
      15 Uhr – Friedenskirche

    • 09.01.2019 (Mi.) Neujahrsempfang (Kalender Dr. Münnighoff)
      15:00 Uhr – Dachsaal, Dorfschultenhof

    • 13.02.2019 (Mi.) Filmnachmittag: Westfalenlied
      Ein Heimatfilm vom Land der Roten Erde von 1957
      15:00 Uhr – Dachsaal, Dorfschultenhof

    • 13.03.2019 (Mi.) Jahreshauptversammlung
      Comenius liest Texte von Annette von Droste-Hülshoff
      15:00 Uhr – Dachsaal, Dorfschultenhof

    • 18.04.2019 (Do.) Ökumenischer Gottesdienst
      15 Uhr – Friedenskirche

    • 27.04.2019 (Sa.) Schnatgang
      14:30 Uhr ab Haus Beckmann, Hagemer Kirchweg 95.
      zur Stadtgrenze nach Rapen (Oer-Erkenschwick) – Haus Gutacker

    • 25.05.2019 (Sa.) 125 Jahre Wegekapelle Höttingstraße
      nachmittags: große Feier mit Kath. Kirchengemeinde, Schützen Natrop-
      Pelkum, Stadt Datteln, Familie Knepper und Fam. Veerkamp

    • 01.06.2019 (Sa.) Tagesfahrt nach Wesel: Zwischen Willibrordi-Dom und Preußen-Museum
      9:00 Uhr Uhr ab Neumarkt, 9:15 Uhr ab Horneburg

    • 13.07.2019 (Sa.) Fahrt ins Venner Moor
      13:00 Uhr ab Horneburg, 13:15 Uhr ab Neumarkt

    • 25.08.2019 (Sa.) Radtour nach Cappenberg
      10:30 Uhr ab Parkplatz Kinderklinik

    • 08.09.2019 (So.) Tag des Offenen Denkmals / Vestisches Radeljahr
      11 Uhr ab Dorfschultenhof – Bauten aus den 1920er Jahren

    • 02.10.2019 (Mi.) Erntedank: Fahrt zum Früchteteppich in Herten-Langenbochum.
      13:00 Uhr ab Neumarkt, 13:15 Uhr ab Horneburg,
      Rückkehr gegen 19:00 Uhr in Datteln. Kosten: 10 Euro.

    • 09.11.2018 (Sa.) Pogromgedenken: Jüdisches Leben in Datteln
      16 Uhr Stadtrundgang, Treffen am Tigg

    • 04.12.2019 (Mi.) Fahrt zum Weihnachtsmarkt nach Münster
      Fahrt mit dem S 91 nach Münster
      9:42 Uhr ab Kinderklinik, 9:47 Uhr ab Neumarkt, 9:53 Uhr ab Münsterstraße,
      Rückfahrt ab Münster: 17:40 Uhr ab Ludgeriplatz,
      Rückkehr in Datteln kurz nach 19:00 Uhr

    • 18.12.2019 (Mi.) Adventliche Besinnung
      15 Uhr – Friedenskirche

    • 08.01.2020 (Mi.) Neujahrsempfang (Kalender Dr. Münnighoff)
      15:00 Uhr – Dachsaal, Dorfschultenhof

    • 12.03.2020 (Mi.) Jahreshauptversammlung
      15:00 Uhr – Dachsaal, Dorfschultenhof

  • Fahrt zum Weihnachtsmarkt in Bocholt

    am Mittwoch, 5. Dezember 2018, 13 Uhr ab Neumarkt, 13:15 Uhr ab Horneburg

    Bocholt präsentiert sich als eine lebhafte, dennoch gemütliche, eine unterhaltende, und doch entspannende, eine historische, dennoch moderne Stadt. Im Advent versetzen handwerkliche, künstlerische und kulinarische Angebote in den Weihnachtsmarkthütten, stimmungsvolle Musik und Karussells die Besucher vor dem Historischen Rathaus, in der Neustraße, am Neutorplatz und vor den Shopping Arkaden in vorweihnachtliche Stimmung. Es duftet nach Zimt, Glühwein und gebrannten Mandeln, Buden im Fachwerkstil, Licht und Dekoration stimmen auf die Weihnachtstage ein. Bei einem kurzweiligen Innenstadtrundgang gibt es zudem Einblicke in die Geschichte und Geschichtchen der Stadt Bocholt.

    Der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln bietet in Kooperation mit der Volkshochschule in diesem Jahr eine Busfahrt dorthin an; am 5. Dezember 2018 startet der Bus um 13 Uhr am Dattelner Neumarkt und um 13,15 Uhr in Horneburg. Der Unkostenbeitrag beträgt 25 Euro. Anmeldungen für die Fahrt nehmen die VHS (02363-107425) oder der Vereinsvorsitzende Theodor Beckmann (02363-65852) entgegen.

  • Das Matterhorn steht Kopf

    Die Mitglieder des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln statteten dem Gasometer in Oberhausen einen Besuch ab. Im 100 m hohen Turm ließen sie sich packen von den ergreifenden Bildern und emotional bewegenden Naturfilmszenen der dortigen Ausstellung „Der Berg ruft“ - sie erzählen eindrucksvoll von der Faszination, die die Welt der Berge für uns Menschen hat. Schnell wird klar, warum die Berge diese magische Anziehungskraft auf so viele Menschen ausüben - es sind Sehnsuchtsorte, weil wir glauben, wir können da oben weiter sehen und freier atmen. Schon die tollen Fotos lassen erkennen, wie man in luftiger Höhe aus dem Alltag der Städte entfliehen und sich überwältigen lassen kann von der Schönheit und Größe der Gipfel. Die Ausstellung erinnert aber auch an die Dramatik der legendären Erstbesteigungen der gefährlichsten Berge der Erde – an ihre Triumphe und Tragödien.

    Das zentrale Schaustück der Ausstellung im 100 m hohen Luftraum des Gasometers ist eine multimediale Skulptur des Matterhorns, die von der Decke des Turmes mit der Spitze nach unten hängt. Auf diese monumentale Skulptur werden bewegte dreidimensionale Bilder projiziert, die das Matterhorn im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten zeigen und auf der man die Route verfolgen kann, auf der der Berg 1865 das erste Mal bestiegen wurde.

    Genauso eindrucksvoll wie die Ausstellung selbst war aber auch der Blick von der Aussichtsplattform auf dem Dach des Gasometers auf das Ruhrgebiet. Günstige Wetterverhältnisse erlaubten den Teilnehmern der Fahrt einen guten Rundumblick nicht nur auf das benachbarte Einkaufszentrum Centro Oberhausen, sondern auch über die Nachbarstädte Duisburg, Bottrop, Essen und Gelsenkirchen.

  • Faszination Ferne – im Gasometer Oberhausen

    am 27. Oktober 2018, 13 Uhr ab Datteln Neumarkt, 13:15 ab Horneburg, Alte Kirche

    Der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein und die Volkshochschule Datteln besuchen Ende Oktober die Ausstellung „Der Berg ruft“. Diese Ausstellung im Gasometer Oberhausen, erzählt von der Faszination der Berge auf uns Menschen. Sie macht den ewigen Kreislauf des Gesteins nachvollziehbar und zeigt in einzigartigen Filmausschnitten und Fotos, wie in Jahrmillionen in den gewaltigen Gebirgsmassiven der Erde einzigartige Lebenswelten mit ihrer ihnen eigenen Tier- und Pflanzenwelt entstanden sind.

    Die Ausstellung lässt ihre Besucher teilhaben an den legendären Erstbesteigungen der berühmtesten Gipfel der Erde, berichtet von großartigen Triumphen und dramatischen Niederlagen. Und sie erzählt von der Jahrtausende alten Ehrerbietung, mit der Menschen den Bergen begegnen: Sie waren Orte religiöser Verehrung, der Zuflucht und Besinnung in Abgeschiedenheit, voller Mythen und Geheimnisse.

    Los geht es am 27. Oktober 2018 um 13 Uhr am Neumarkt Datteln, 13:15 an der Alten Kirche in Horneburg. Die Rückfahrt ist für 18:00 Uhr vorgesehen. Der Unkostenbeitrag beträgt 25 Euro. Kurzfristige Anmeldungen zur Fahrt sind noch möglich beim Vereinsvorsitzenden Theodor Beckmann, Tel. 02363-65852 (ab 21.10.).

  • Danke!

    Die Mitglieder des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln haben am vergangenen Wochenende die Früchte des Sommers in die Josefkirche gebracht und auf den Stufen vor dem Altar niedergelegt: Brot und Wein, heimisches Obst und prächtiges Gemüse - und natürlich Blumen, die vom Pfarrer gesegnet wurden. Pfarrer Hugo Bresser dankte Gott für die reichhaltige Ernte und für die Jahrzehnte, die wir hier in Datteln in Frieden und Freiheit leben durften.

    Im Anschluss an die hl. Messe trafen sich die Heimatfreunde im benachbarten Gemeindezentrum; dort sprach Ehrenvorsitzende Gertrud Ritter das Dankgebet in plattdeutscher Sprache. In der Reihe „Comenius liest …“ trugen drei Schülerinnen des Gymnasiums heitere und ernsthafte Herbstgedichte von bekannten und unbekannten Autoren vor, u.a. Verse von Christian Morgenstern, Rainer Maria Rilke, Ernst Jandl und Theodor Fontane. Dazu wurden Brot und Käse, Getränke und Äpfel aus heimischem Anbau gereicht.

  • Erntedank in plattdütsk und hochdeutsch …

    St. Josefkirche Datteln-Hagem, 6. Oktober 2018, 17 Uhr

    Traditionell danken die Heimatfreunde der Kanalstadt im Oktober an wechselnden Örtlichkeiten für die Gaben aus göttlicher Hand und menschlicher Schaffenskraft. In diesem Jahr lädt der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein am 6. Oktober um 17 Uhr ein in die Josefkirche zu einem Erntedankgottesdienst. Im Anschluss an die Messe versammeln sich die Vereinsmitglieder im dortigen Gemeindezentrum zu „’n Stücksken Brod und Kees auf dem Teller, ’n paar Äppelkes aus heimischen Gärten auf den herbstlich dekorierten Tischen und ’ne Muul vull Vertällkes, Gedichtkes und Liedkes“. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums werden im Rahmen der Reihe „Comenius liest …“ hochdeutsche Texte passend zur Jahreszeit vortragen. Gäste sind herzlich willkommen.

  • Große Resonanz

    Radtour zu Dattelner Baudenkmälern lockt 55 Teilnehmer

    Es war eine bunte Truppe, die sich da am vergangenen Sonntag, dem internationalen Tag des Denkmals, am Dattelner Dorfschultenhof versammelt hatte und von Frau Schloßer begrüßt werden konnte: jung und alt, erfahrene Radfahrer und auch weniger geübte Gäste. Niemand wurde zurückgelassen: gemütlich zog die Kolonne ihre Runde durch Natrop, Ahsen, Bockum, Redde und Klostern; das kulturelle Angebot war abwechslungsreich; und es war auch genügend Zeit für unterhaltsame Gespräche und eine Erfrischung zwischendurch eingeplant.

    Immerhin 12 Baudenkmäler von den 48 denkmalgeschützten Objekten in der Stadt hat die Gruppe im Dattelner Norden angesteuert. Zu bestaunen gab es große und kleine Baudenkmäler, einen Adelssitz mit richtiger Gräfte und stilvoll renovierter Wassermühle: Haus Vogelsang, in Ahsen eine Dorfkirche und eine Pastorat aus der Zeit des Spätbarocks, an denen der berühmte Münsteraner Architekt Johann Conrad Schlaun seine Spuren hinterlassen hat, aber auch vier Grabmäler auf dem alten Ahsener Friedhof oder eine fast 125 Jahre alte Wegekapelle in Natrop, die 1894 vom Erbauer errichtet wurde aus Dank für die Heilung von der damals oft tödlichen Krankheit Typhus. Zudem gaben die beiden Leiter der Tour, Rolf Bierwirth, zuständig bei der Stadt Datteln für Denkmalpflege, und Theodor Beckmann, der Vorsitzende des Dattelner Heimatvereins, viele überraschende Blicke frei auf zahlreiche Kleinode am Wegesrand, an denen die meisten zuvor achtlos vorbei gefahren waren: z.B. der kleine jüdische Friedhof in Ahsen, die Antonius-Statue in der Hauswand der alten Bockumer Schule, die seit 1984 leere Nische des Heiligenhäuschens beim Hof Bresser in Redde oder die Stele die seit gut drei Jahren die Einfahrt zur Gärtnerei Hötting in Drieven markiert. Zufriedene Gesichter gaben dem Team die Zuversicht, es auch im nächsten Jahr am Tag des Denkmals erneut zu versuchen und spannende und interessante Geschichten zu erzählen.