Sonntag, 3. Juni 2018, 13 Uhr, Parkplatz der Kinderklinik Datteln

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft den ökologischen Umbau der Emscher um. Vor gut 100 Jahren hatte man den Fluss in ein gerades Bett gezwängt und als Kloake des Ruhrgebiets genutzt. Das Gewässer mit all seinen Nebenflüssen verkam zur stinkenden „Köttelbecke“ des Reviers. Der Oberlauf der Emscher und viele ihrer Zuflüsse sind bereits renaturiert, dazu gehört z.B. auch der Suderwicher Bach, der an der Stadtgrenze zu Henrichenburg in die Emscher mündet.

Zusammen mit dem Verein „Menschen an der Emscher e.V.“ bietet der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln allen Interessierten an, den Emscherraum und den Stand der Umbauarbeiten auf dem Gebiet der Stadt Castrop-Rauxel näher kennen zu lernen. Jeder der Lust verspürt, sich mit dem spannendenThema „Emscherumbau“ zu beschäftigen, ist herzlich eingeladen, sich am Sonntag, 3. Juni 2018 um 13 Uhr auf dem Parkplatz der Dattelner Kinderklinik der Radtour nach Henrichenburg und Ickern anzuschließen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zum Verlauf der Tour beim Vereinsvorsitzenden Theodor Beckmann Tel. 65852

Mittwoch, 16. Mai 2018, 14:30 Uhr, Dachsaal des Dorfschultenhofs, Genthiner Straße 7, Datteln

- eine Veranstaltung der Volkshochschule der Stadt Datteln in Kooperation mit dem Plattdeutschen Sprach- und Heimatverein Datteln 1922 e.V.

Der Leiter der Dattelner Musikschule Christoph Vatheuer spielt auf dem Klavier Frühlingslieder. Er lädt am 16. Mai 2018 um 14:30 Uhr ein ins Obergeschoss des Dorfschultenhofs, einerseits um ihm zuzuhören, aber auch um die bekannten Volkslieder mitzusingen. Alle Dattelner und Dattelnerinnen sind herzlich eingeladen.

Ausstellung im St. Vincenz-Krankenhaus eröffnet

Theodor Beckmann, Vorsitzender des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln hat eine Auswahl der schönsten und bedeutendsten Symbole des christlichen Brauchtums aus Datteln und den angrenzenden Bauerschaften zusammengestellt. Bis zum 8. Juni 2018 hängen die Fotos im Foyer des St. Vincenz-Krankenhauses in Datteln. Zu sehen sind neben Wegekreuzen auch Bildstöcke, Heiligenhäuschen und Wegekapellen.

Die christlichen Wegbegleiter sind entweder aus Stein oder aus Holz gefertigt. Die dargestellten Motive sind vielfach dem Neuen Testament entnommen worden, neben dem gekreuzigten Christus auch die Gottesmutter Maria, Auch in der heutigen Zeit sind sie ein fester Bestandteil unserer westfälischen Heimat und Ausdruck großer Glaubenskraft und Gottvertrauens. Alle interessierten Besucher sind herzlich eingeladen, sich von den Denkmälern inspirieren zu lassen.


Rosemarie Schloßer (VHS), Theodor Beckmann (Heimatverein), Wolfgang Müller (St. Vincenz-Krankenhaus) und Heinz-Norbert Benterbusch (stellv. Bürgermeister) eröffnen die Fotoausstellung im Foyer des Krankenhauses mit einem Glas Orangensaft.

Die wunderbare Landschaft rund um Haus Vogelsang erkundete jetzt der Heimatverein mit einem ausgedehnten Schnatgang.

Von Norbert Schmitz, Dattelner Morgenpost, 24. April 2018

Datteln. Vorsitzender Theo Beckmann hatte sich wie gewohnt bestens auf diesen Spaziergang vorbereitet und vermittelte den Teilnehmern viel Wissenswertes. Am alten Fährhaus, wo die Stadtgrenze zwischen Datteln und Olfen liegt, soll Karl der Große einst die Lippe überquert haben. Damals war der Fluss noch nicht reguliert und diese Regulierung wird nun mit einem enormen Aufwand vom Lippeverband so gut wie es geht rückgängig gemacht. Dadurch, so stellten die Schnatgänger fest, hat die Landschaft schon jetzt ein völlig anderes imposantes Aussehen erhalten. „Die alten Lippearme werden wieder hergestellt“, wusste ein Teilnehmer.

Theo Beckmann konzentrierte sich auf die Historie von Haus Vogelsang. „Hier gehen ein uralter Adelssitz und ein junges Unternehmen, nämlich die Haus Vogelsang GmbH, eine nachhaltige Verbindung ein.“

Zwischen 1750 und 1752 wurde das schlichte zweigeschossige Herrenhaus erbaut. In der frühen Neuzeit wurde Haus Vogelsang Zollstation und entwickelte sich im 18. Jahrhundert zu einem landwirtschaftlichen Großbetrieb. Letzte Adelsfamilie auf Haus Vogelsang war die Familie von Twickel, die 1989 alle Gebäude und das dazu gehörige etwa 900 Hektar umfassende Land an die Ruhrkohle AG verkaufte, wohl auch vor dem Hintergrund, dass man mit der Nordwanderung des Bergbaus eventuellen kostenintensiven Bergschäden aus dem Weg gehen wollte. Von der Ruhrkohle AG wurde schließlich die Haus Vogelsang GmbH gegründet, die in erster Linie Grünflächenmanagement betreibt. Im alten Herrenhaus haben die Landschaftsagentur Plus und die Stiftung Haus Vogelsang ihre Büroräume. Die ehemaligen landwirtschaftlich genutzten Gebäde, unter anderem der ehemalige Schweinestall, in dem bis zu 2000 Tiere gehalten wurden, dienen der HVG als Lagerhallen und Maschinenremise.

Die Teilnehmer des Schnatgangs zeigten sich beeindruckt sowohl von der historischen Bedeutung des Otes, als auch von der Schönheit der Natur zwischen Haus Vogelsang und der Lippe. Und natürlich warfen sie einen Blick auf das neue Storchennest, wo die inzwischen heimischen Altvögel wohl mit dem Brutgeschäft begonnen haben.


Zu dem hübschen Ensemble der liebevoll restaurierten und behutsam modernisierten Betriebs- und Bürogebäude der Haus Vogelsang GmbH zählt auch die alte, unter Denkmalschutz stehende Ölmühle, die ihren Betrieb bereits 1924 eingestellt hatte. Heute dient das schmucke Bauwerk als Besprechungsraum.

Es schmilzt der Schnee, es kommt das Gras,
Die Blumen werden blühen;
Es wird die ganze weite Welt
In Frühlingsfarben glühen.

(Hermann Löns 1901)

Der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln hat die uralte Tradition des Schnadgangs wiederbelebt. In diesem Jahr geht es in Richtung der nordöstlichen Grenze des Stadtgebiets zwischen Datteln und Olfen. Diesen Wegen und Flächen dort zwischen dem Haus Vogelsang und dem ehemaligen Schleusenwärterhaus am Rande des Naturschutzgebiets Lippeaue stehen gewaltige Veränderungen bevor. Deshalb lädt der Verein seine Mitglieder und alle interessierten Dattelner Bürger/innen ein, sich am 21. April 2018 um 14:30 Uhr am Parkplatz Haus Vogelsang zu treffen und sich dem Schnadgang anzuschließen. Der Rundweg ist etwa 4 km lang, die sich anschließende Einkehr soll den Nachmittag beenden.